kultref on tour » Nachbericht The National

Etwas spät aber doch, hier der Nachbericht zum Konzert von The National  auf der Kasematten-Bühne. Um diesem Eintrag schon etwas vorzugreifen: es war großartig.

Nachdem der Einlass sich verzögerte, standen bereits um 17 Uhr viele Besucher_innen Schlange, um einen möglichst guten Platz zu ergattern. KeinWunder: mit The National gaben sich 4 Bands die Ehre, für einen relativ verträglichen Preis.

Erste Vorband waren The Kissaway Trail, sechs junge Hipster aus Dänemark, die sich offensichtlich viel von 80er/90er Alternative-/Indiebands abgeschaut haben – und auch so aussehen. Der Auftritt war gut, erinnerte etwas an Mew (ebensfalls Dänen), brachte die schon um 18 Uhr Anwesenden nach vorne und begeisterte ein paar Fans sichtlich.

Auf sie folgten The Low Anthem – die leider nach dem zweiten Lied (wegen dem plötzlichen Regen?) Probleme mit der Anlage hatten. Aber einem „Shit, let’s just do it that way“ folgte einer der intimsten Momente des ganzen Abend: die Band stellte sich an den Bühnenrand und gab Lied Nummer 3 quasi „unplugged“ zum Besten.
Das Problem ihres Auftritts: obwohl die Anlage nach 2 Liedern wieder funktionierte, waren großen Teilen des gerade eintrudelnden Publikums The Low Anthem ziemlich egal. Wer ihren Auftritt genießen wollte, musste erst die vielen laut miteinander redenden Menschen im Hintergrund überhören lernen, was den ansonsten virtuosen Auftritt leider etwas trübte. Trortzdem blieben The Low Anthem neben dem großartigen Hauptact die herausragendste Band des Abend.

Problem mit der Anlage oder dem Publikum hatten Beach House nach ihnen nicht mehr. Merkbar viele waren auch wegen ihnen gekommen, das Publikum drängte nach vorne. Nach einem relativ langem Soundcheck wollten viele den ersten Österreich-Auftritt der Band sehen. Enttäuscht wurden sie nicht. Beach House boten, was man von ihnen erwartet hatte, enttäuscht wurden Fans nicht – wer die Band jedoch nur flüchtig kannte, sprach von Eintönigkeit.

Dann: The National. Schnell waren die Stunden, die pünktliche Besucher_innen schon warteten, vergessen, nach kürzester Zeit schaffte die Band es, das Publikum zu steuern. Merkbar routiniert legte man den Alben noch an Emotion nach, Sänger Matt Berninger genoss das Konzert und den Kontakt mit den Fans sichtlich. Lieder wie „Bloodbuzz Ohio“ und „Abel“ waren absolute Highlights, das Publikum sang mit, klatschte und jubelte wie verrückt. Sehr zum gefallen der Band: Berninger nahm zum Abschluss ein Bad in der Menge, durchquerte singend die halbe „Konzerthalle“. Auch wenn der Auftritt mit knapp eineinhalb Stunden nicht all zu lang war, darf niemand jammern. Für alle, die schon um 17.00 auf den Einlass gewartet hatten ging ein gelungener Abend noch vor der absoluten Erschöpfung zu Ende. Ausgezeichnet!

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