Februar ist Themenmonat Wald

Sie gelten als wichtiger Indikator für Lebensqualität – die Grünflächen. Und bei den Grünflächen sticht wiederum der Wald als besonderer Ort, welcher zu Erholung und Revitalisierung dient. Von ihm geht etwas Mystisches, aber gleichzeitig auch etwas Beruhigendes aus. So steckt der Wald voller Gegensätze. Alleine der Unterschied zwischen Zivilisation und Wildnis birgt ein gewisses Potential, welches RTL allerdings schamlos ausnützt um C-Promis werbewirksam zu placen und nebenbei einige Dschungeltiere zu quälen. Davon abgesehen dient er in Filmen als Kulisse für romantische Kuss-Szenen sowie für mörderische Verfolgungsjagden wie in Blair Witch Project. Auch kann er als wichtige Lebensgrundlage gesehen werden, wobei er heutzutage wieder die Hilfe von Fachkräften benötigt, um nicht selbst Opfer verschiedenster Eingriffe, egal ob anthropogen oder natürlich, zu werden. So bildet der Wald einen immer fortgehenden Kreislauf des Werdens und Vergehens. Ein Grund für das Kulturreferat diesen Bereich genauer unter die Lupe zu nehmen.
Rund 60 % der Steiermark ist mit Wald bedeckt, doch anscheinend ist dieses Thema nicht der Rede wert. Die natürliche Umgebung des Menschen wird oft diskutiert, doch diese Diskussion beschäftigt sich wiederum nur mit dem anthropogenen Umfeld. Stadt, Siedlungen, Häuser – Geschäfte, Lokale, Bars. Viel Gesprächsstoff. Millionen Diskussionen drehen sich über die innere und äußere Beschaffenheit dieser. Auf der anderen Seite gibt es nur den Wald – und Punkt. Kein Platz für große Diskussionen.
Um etwas Aufmerksamkeit auf den wichtigen Lebensraum Wald zu werfen, ernannte die UN 2011 zum Jahr der Wälder. Da sie 31 % der gesamten Landfläche bedecken, ist dies auch nachvollziehbar. Wohl die wenigsten Bewohner_innen der westlichen Welt realisieren, dass der Wald direkte Heimat für 300 Millionen Menschen ist, und damit nicht nur Lebensraum für andere Geschöpfe ist. Lebensgrundlage bietet er sogar für mehr als 1,6 Milliarden Menschen. Tatsächlich sollte wieder mehr Bewusstsein für diese Gebiete geschaffen werden, weshalb das Kultur Referat der ÖH Uni Graz den Monat Februar zum Themenmonat Wald ernennt.
Doch das Kulturreferat wäre nicht das Kulturreferat, wenn es dieses Thema auf eine gewöhnlich, sachliche Art behandeln würde. Nein, vielmehr geht es um all das Drumherum und den Einfluss auf das menschliche Sein. So werden im Februar Artikel über sämtliche Visualisierungen und Auftritte des Waldes in unserer postmodernen Gesellschaft aufgezeigt. Und diese schlagen sich in allen Bereichen der (Pop-)Kultur nieder. Die Bandbreite unserer Artikel geht von Filmen wie Forrest Gump, über Musik (Millencolin – Kingwood) bis hin zu Personen wie Woody Allen. Man kann also auf einige unkonventionelle Beträge rund um den Bereich der angehäuften Bäume gespannt sein. Wir würden uns auch über Gastkommentare von Leser_innen unseres Blog bzw. der Libelle freuen. Bei Interesse einfach eine Mail an kultur@oeh.uni-graz.at.

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