„Matheliebe“ im Joanneum

Noch bis zum 6. Juli kann man die Sonderausstellung des Liechtensteinischen Landesmuseums besuchen, die zeigt, welche  Überraschungen sich hinter dem trockenen Wort „Mathematik“ verstecken.

UMJ : N. Lackner

(c) UMJ : N. Lackner

Was haben all die Gegenstände auf diesem Bild gemeinsam? Hinter allen verbirgt sich Mathematik! Denn die regelmäßige Form einer Muschel oder die Anzahl der Kerne in einer Sonnenblume sind keineswegs zufällig: die Natur hat diese Dinge geradezu perfekt berechnet. Man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, wenn einem gezeigt wird, wo wir überall von mathematischen Mustern und Phänomenen umgeben sind. Selbst das „Chaos ist“, laut dem Wissenschaftler Ian Stewart, eine „verschlüsselte Ordnung“ – ein Gedanke, den vermutlich viele von uns teilen.

Viele der Ausstellungsstücke sind aber bei Weitem nicht nur zum Anschauen da. An vielen Stationen können die Besucher ihr handwerkliches sowie geistiges Geschick auf die Probe stellen. Gleich im ersten Raum bietet der „Turm von Hanoi“ ein spannendes Rätsel, während im nächsten der berühmte „Satz von Pythagoras“ ganz ohne Formeln veranschaulicht wird. Die Präsentation der verschiedenen Themen ist ungemein gut gelungen. So wird etwa ein Modell mit drei Kugeln auf verschiedenen Rollbahnen vorgestellt. Die Frage: Welche Kugel kommt zuerst unten an? Nach dem Überlegen einer Antwort kann das Experiment dann selbst durchgeführt werden. Überraschungsmoment, denn die Erwartungen haben sich nicht erfüllt. Die Erklärungen können gleich nachgelesen werden und der Aha!-Moment ist garantiert.

(c) UMJ : N. Lackner

(c) UMJ : N. Lackner

Als zusätzliches Angebot ist in jedem Raum ein Mit-mach-Zettel bereitgestellt, der mit Hilfe einer extra für die Ausstellung erstellten App gelöst werden kann. Wer kein Smartphone bei der Hand hat, kann auf ein Tablet vor Ort zurückgreifen. Die Bedienung dieser ist nicht ganz selbsterklärend, die freundlichen Mitarbeiter sind hier aber gerne bereit auszuhelfen. Genau hinzuschauen zahlt sich aus, denn oft werden die Erklärungen nicht ganz offensichtlich geboten, sondern man muss erst die richtige Schublade öffnen, um die Antwort zu finden.

Auch die Versöhnlichkeit von Mathematik mit den schönen Künsten wird präsentiert: Bilder mit Mustern und Reihen säumen die Wände und viele Stücke sind mit philosophischen Zitaten versehen. Das Ende der Ausstellung bietet dann noch einen Hauch von Unendlichkeit: in einem vollständig verspiegelten Kasten kann der Besucher  in den unendlichen Weiten des eigenen Spiegel- vom Spiegel- vom Spiegel-…bild versinken.

Nähere Informationen zu Matheliebe unter:

http://www.museum-joanneum.at/de/naturkundemuseum/ausstellungen-14/matheliebe

http://www.museumsblog.at/

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