„Franz Schubert.SOAP“ – Styriarte

Die Styriarte eröffnete ihre diesjährige SOAP-Serie mit einem Programm in der Helmut-List-Halle, das sich ganz dem großen Romantiker Franz Schubert widmete.

Daniel Johannsen (c) Styriarte

Daniel Johannsen (c) Anette Friedel, Styriarte

Da streichen die Wölkchen so zart uns dahin,

Da heitern die Herzen, da klärt sich der Sinn

Im Grünen, im Grünen.

Mit dem Lied im Grünen stimmte Daniel Johannsen (Foto) den Abend an und präsentierte zugleich den roten Faden des Programms: Musik und Texte des berühmten Komponisten mit Bezug auf Natur, Verbundenheit und Reise. Der österreichische Tenor sang die durchwegs eher unbekannten Lieder Schuberts mit aufmerksamer Begleitung von Florian Birsak am Hammerflügel. Mit seiner Interpretation ging er besonders auf die Texte und den Hintergrund der Musik ein und erweckte mit seinem ganzen Auftritt den Eindruck eines lebensfrohen, vor Inspiration sprühenden Franz Schubert.

Der andere Protagonist des Abends war der Schauspieler Cornelius Obonya. Mit Briefen und Reiseberichten Schuberts zeigte er eine ganz andere Seite des Mannes, der doch vor allem für seine sensible Liedkunst bekannt ist. Den detaillierten Landschaftsbeschreibungen und kleinen Geschichten aus dem Alltag hauchte Obonya mit seiner warmen, rauen Bassstimme den Zauber vergangener Tage ein. Auch er im historischen Kostüm, unterstütze das von der Musik erzeugte Ambiente und machte es noch „romantischer“.

Auch die übrigen Mitwirkenden des Konzertes waren allesamt erstklassig: Das Männerensemble des Arnold Schönberg Chors steht mit seinem Namen für eine Qualität, die es einzuhalten verspricht. Stücke wie Naturgenuss sangen sie unter der Leitung von Erwin Ortner, der ohne Noten aber mit viel Elan dirigierte. Besonders berührend waren auch die Instrumentalkompositionen des Abends, darunter ein 4-händiges Stück für Hammerflügel und zwei Werke für Klaviertrio. Letztere waren zu hören vom ensemble federspiel, das dem Publikum nicht zum ersten Mal einen schönen Abend bei der Styriarte bescherte. Beim berühmten Notturno bewiesen sie, wie lebhaft die Kombination ihrer drei Instrumente klingen kann und die einzelnen Stimmen selbst bei den leisen pizzicato Stellen der Streicher wundervoll harmonieren.

Wie nicht anders zu erwarten, vergingen die fast drei Stunden wie im Flug. Zur Volksbelustigung gab es noch eine Außenwette aus Schloss Wildbach (moderiert von Thomas Höft), deren Sinnhaftigkeit für den Abend vielleicht etwas klarer hätte erklärt werden sollen. Ansonsten eine absolut gelungene Kombination aus Musik, Geschichte und Unterhaltung!

Nähere Informationen zu den weiteren SOAPS und zur Styriarte unter:

http://styriarte.com

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