Joseph Haydn. SOAP

Eine musikalische Zeitreise der besonderen Art

Die bereits bewährte Konzeption der Styriarte SOAP fand ein weiteres Mal Bestätigung. Die gelungene Kombination von Werkdarbietungen und biographischen Details gepaart mit der Interpretation ausgezeichneter Künstler sorgte für großen Anklang beim Publikum. Durch den Abend führte Thomas Höft, der Entertainer-Qualitäten bewies und viele Lacher erntete.

Eröffnet wurde der Abend mit dem berühmten Vogelquartett, das Haydns Naturverbundenheit zum Ausdruck brachte und einen bezaubernden Einstieg gewährte. Gregor Seberg las aus Aufzeichnungen von Albert Christoph Dies, die auf Gespräche mit Joseph Haydn zurückgehen. Seberg bestach mit seiner sonoren Stimme, und die Lebendigkeit seines Vortrags ließ Haydn greifbar nahe erscheinen. Die biographischen Details boten auch die Möglichkeit einer tieferen Werkrezeption und sorgten somit für ein ausgewogenes Bild des Komponisten.

Joseph Haydn (c) Homepage der Styriarte

Joseph Haydn (c) Homepage der Styriarte

Viel Beifall erntete Christoph Coin, der nicht nur das Violoncello zu spielen versteht, sondern auch mit seinem Baryton das Publikum in Verzückung versetzte, sodass wohl selbst Fürst Nikolaus I. von Esterházy vor Neid erblasst wäre. Andrea Bischof an der Violine und Anita Mitterer an der Viola bewiesen durch perfektes Spiel ihr meisterhaftes Können. Eine etwas zerstreute Dorothea Schönwiese sorgte durch das zweimalige Vergessen ihrer Noten nicht nur für allgemeine Erheiterung, sondern beeindruckte auch durch ihre virtuose Interpretation am Violoncello. Erich Höbarth muss man nicht nur gehört, sondern auch gesehen haben – ein Vollblutmusiker. Am nachgebauten Hammerflügel, der durch einen besonderen Klangcharakter besticht, verzauberte Stefan Gottfried durch sein hingebungsvolles Spiel.

Reflektiert wurden auch Einflüsse auf Haydns Werkkompositionen mit Hinweisen auf Anleihen aus Ungarn und Rumänien. In diesem Zusammenhang wurde auch die sogenannte Außenwette integriert, eine Videoeinspielung zum Vaterhaus des Komponisten, in der Matthias Loibner an der Drehleier und Sepp Pichler am Dudelsack zu hören waren. Im Anschluss erfolgte die Darbietung des Zigeuner-Adagios aus Opus 54.

Erhebende und erheiternde Elemente sorgten für einen runden Abend sowie ein zufriedenes Publikum.

Der Besuch kommender SOAP Veranstaltungen ist nur zu empfehlen!

Informationen finden Sie unter:

http://styriarte.com/styriarte/programm/

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