Jugend ohne Gott

(c) Lupi Spuma

(c) Lupi Spuma

Ödön von Horváths Jugend ohne Gott stellt ohne Zweifel einen Klassiker des österreichischen Schulkanons dar. Würde man eine Umfrage erstellen, gäbe mit Sicherheit ein Großteil an, das Buch schon gelesen zu haben oder zumindest in Kontakt gekommen zu sein.

Das Stück spielt in der Zeit des Nationalsozialismus. Ein Lehrer benotet einen rassistischen Aufsatz eines Schülers negativ. Der Ärger mit Direktorat und Eltern ist schon vorprogrammiert. Dass ihm von nun an mit Misstrauen begegnet wird, ist ebenso klar. Während eines Schulausflugs kommt es zu einem Eklat zwischen zwei Schülern, der mit Mord endet. Der Lehrer, der selbst verdächtigt wird, setzt alles nun daran, die Wahrheit ans Licht zu bringen.

In einer Kooperation mit dem Vorstadttheater Graz rollt das Schauspielhaus das Stück neu auf, mit der Zielsetzung, es für ein modernes Publikum aufzubereiten. Da die Thematik von Jugend ohne Gott so zeitlos ist, gelingt das problemlos.

Im Mittelpunkt steht Matthias Ohner, der zugleich Erzähler, Lehrer, Schüler und Eltern mimt. Ohner switcht dabei von Rolle zu Rolle. Dass er jeden Charakter sehr glaubhaft rüberbringt, ist beachtenswert. Die Requisiten sind rustikal, lenken aber immerhin nicht vom Schauspiel ab.

Obwohl die Thematik eine bekannte ist, schafft es die Inszenierung trotzdem, einen zu fesseln. Bis zum Schluss wird eine packende Atmosphäre aufrechterhalten.
Am 26.11 gibt es noch einmal die Möglichkeit, das Stück zu besuchen.

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