TANZ NITE – alles reine Improvisation

Die TANZ NITE 2 am 28.11.2014 stand unter dem Motto „Improvisation mit Musikern“. Die gesamte Tanzkompanie der Oper Graz war anwesend und beeindruckte das Publikum mit reinem Improvisationstanz – der eine oder andere wollte dabei erst gar nicht glauben, dass das eben Gesehene nicht doch inszeniert gewesen sei, als aber das Publikum selbst eingebunden wurde und den Tänzerinnen und Tänzern Anweisungen geben durfte, waren alle Zweifel beseitigt.

Die Tanzkompanie in der Bühnenshow 2014/15 (c) Werner Kmetitsch

Die Tanzkompanie in der Bühnenshow 2014/15 (c) Werner Kmetitsch

Moderiert wurde die TANZ NITE wieder vom Ballettdirektor Darrel Toulon, der charmant und galant durchs Programm führte. Geladen waren diesmal zwei Musiker, die eine ganz besondere Aufgabe erfüllten: Nicht sie gaben den Takt vor, sondern die Tänzerinnen und Tänzer – auf deren Bewegungen mussten die Musiker reagieren.

Besonders spannend waren die zahlreichen Hintergrundinformationen, die Darrel Toulon dem Publikum bot. Man bekam einen ganz eigenen Einblick in die Entwicklung des klassischen Tanzes, der sich immer weiter vom starren Ballett wegbewegte und nun gänzlich in der Improvisation angelangt ist. Die meisten Choreographien, die in dieser Saison auf der Bühne der Grazer Oper zu sehen sind, entstanden zum Großteil durch solche Improvisationen.

Besonders imponiert hat mir das – an diesem Abend ausnahmsweise einstudierte – Stück von Martina de Dominicis, selbst Tänzerin des Ensembles. Darin verpackt waren ihre eigenen Erfahrungen im Leben, die besonders intensiv dargeboten und von den Tänzerinnen und Tänzern verkörpert wurden – sie gibt darin sehr viel von sich preis. Für sie war es das erste Mal, dass sie in die Rolle der Choreographin geschlüpft ist.

Die TANZ NITE an der Grazer Oper findet alle paar Wochen statt und ist jedes Mal aufs Neue einen Besuch wert. Die unglaubliche Hingabe der Tänzerinnen und Tänzer, das Spiel miteinander, diese ganz eigene Art der Kommunikation, die zwischen zwei oder mehreren sich bewegenden Körpern entsteht – ganz egal, ob diese sich nun berühren dürfen oder nicht – beeindruckt mich immer wieder und muss v.a. Freunden des Tanzes nahegelegt werden, ist aber auch all jenen zu empfehlen, die einfach offen sind für Neues!

Nähere Informationen unter:

http://www.oper-graz.com/stueck.php?type=tanz

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