Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch!

Am vergangenen Donnerstag, dem 18. Dezember feierte die Kinderoper in zwei Akten von Elisabeth Naske ihre Premiere. In knapp zwei Stunden wurde die Geschichte, ursprünglich von Michael Ende, erzählt. Der tobende Beifall der vielen anwesenden Kinder am Schluss sagt wohl mehr als Worte.
Der böse Zauberer Beelzebub Irrwitzer hat sich dem Bösen verschrieben – er muss jedes Jahr ein Pensum an bösen Taten vollbringen. Die Tiere liegen jedoch auf der Lauer und beobachten den Fiesling, da dieser mit seiner Giftküche dabei ist, die Welt zu zerstören. Der Rat der Tiere schickt ihm den naiven und faulen Kater Maurizio di Mauro, und da dieser ihn bewacht, ist bei Beelzebub Vorsicht geboten. Ein Gesandter des Teufels, Maledictus Made, besucht den Zauberer und setzt ihm ein Ultimatum: Er muss bis Mitternacht sein Soll an bösen Taten erfüllen.Die Tante von Beelzebub,Tyrannja Vamperl hat mit ähnlichen Problemen zu kämpfen und bekam auch Besuch von Made. Der ihr zugelaufene ruppige Rabe Krakel ist ebenfalls ein Spion der Tiere, der es ihr unmöglich machte, ihre Aufgaben vor Jahresende zu bewältigen. In ihrer Verzweiflung schließen sich die beiden Magier am Silvesterabend zusammen und versuchen in den letzten Stunden des Jahres durch den mächtigen Wunschpunsch, der jeden ausgesprochenen Wunsch erfüllen kann, die noch fehlenden Unglücke zu vollbringen. Durch eine magische Umkehrwirkung des Trankes müssen sie den Trank nicht mal vor den Tieren geheim halten, denn alle Wünsche werden in ihr Gegenteil verkehrt. Die Tiere hören vom Plan der beiden und versuchen ihn mit aller Kraft zu verhindern!

Zunächst herrschte große Unruhe im Saal, doch mit der Zeit begann es immer stiller zu werden. Mit jeder Szene wurde das Stück amüsanter und durchschaubarer für die anwesenden Kinder. Mit gut eingesetztem Witz, vielen Pointen und lustigen Kostümen macht das Stück auch auf einige wichtige Probleme in unserer Welt aufmerksam: Das Sterben der vielen Tiere und Pflanzen, der Klimawandel und die Gier sind Themen, die im Wunschpunsch immer wieder durchscheinen.
Am Ende des Stücks nimmt alles ein gutes Ende. Es gelingt den Tieren, die Welt vor dem bösen Umkehrzauber zu retten und Maledictus Made holt Beelzebub und Tyrannia zu sich in die Hölle. Am tobenden Beifall der Kinder sah man ihre Begeisterung.
Das Grazer Philharmonische Orchester hatte am Ende der Premiere die Standing Ovations verdient, ebenso wie die sechs Darsteller.
Kurz gesagt: Geht hin, seht es euch an und lasst euch verzaubern vom satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch!

Weitere Termine und Informationen gibt es unter folgendem Link:

http://www.oper-graz.com/stueck.php

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