Tanz Nite 3 Special – „Nutcracker Nite“ am 21.12.14

Die dritte Tanz Nite in diesem Jahr stand ganz im Sinne von Weihnachten, um genauer zu sein ganz im Tone von Tschaikowskys Ballettklassiker Der Nussknacker. Wer sich aber elegantes Ballett zu klassischer Musik erwartet hat, wurde zwar nicht enttäuscht, aber doch sehr überrascht.

Ballettdirektor Darrel Toulon verstand sich durch – wie zu erwarten war – großartige Moderation aufs Beste darauf, dem Publikum den Zauber von Weihnachten näher zu bringen – ja, Weihnachten sogar wieder durch die verträumten Augen eines Kindes zu sehen, das noch dazu in der Lage ist, diese magische Nacht als Wunder zu erleben. Ebenso magisch und zauberhaft beschreibt er auch die Handlung des Nutcrackers, die ihn ob ihrer komplexen und dadurch leicht unklaren Handlung zwar weniger begeistert, umso mehr aber dessen Musik.

Die traumhaften Klänge, beispielsweise vom Blumenwalzer oder auch der Tanz der Zuckerfee mögen wohl jedem geläufig sein. Im Rahmen dieser Tanz Nite fielen die Darbietungen allerdings weniger traditionell aus, sondern trafen vielmehr auf Sex, Drugs and Rock´n Roll durch Bearbeitungen aus Jazz-, Swing-, Pop- und Rockmusik, die Tschaikowskys Nussknacker aus dem 19. Jahrhundert direkt in die heutige Zeit katapultierten.

Die Tanzkompanie in der Bühnenshow 2014-2015 (c) Werner Kmetitsch

Die Tanzkompanie in der Bühnenshow 2014-2015 (c) Werner Kmetitsch

Vertreten war wieder das gesamte Grazer Tanzensemble, das einmal mehr seine unglaublich unterschiedlichen Talente unter Beweis stellen konnte. Die Darbietungen konnten unterschiedlicher nicht sein, die Choreographien stammten allesamt von den TänzerInnen selbst. Mal kindlich und verspielt, mal hart und dramatisch, sodass man die Gänsehaut nicht unterdrücken konnte, mal unglaublich komisch, mal bedrückend – das Repertoire der dargebotenen Choreographien schien nahezu unendlich (mein persönlicher Favorit: Don´t drink and drive). Als ZuseherIn wurde man durch ein Meer aus verschiedenen Emotionen gepeitscht. Allen gemeinsam war allerdings die weihnachtliche Grundstimmung, die von Anfang bis Ende vermittelt wurde – nicht zuletzt auch durch Geschichten, Gedanken und Ausschmückungen von Darrel Toulon. Einzig die Japanese Manga-Choreographie, die zwar sehr süß und amüsant war, schien nicht so ganz ins Konzept zu passen.

Alles in allem zeigte sich das Publikum wiedermal begeistert von den Leistungen des Tanzensembles der Oper Graz, das seine ZuseherInnen mit lieblich weihnachtlicher Stimmung in die wohl verdienten Feiertage entließ.

Nähere Informationen und Termine finden sich unter folgendem Link:

http://www.oper-graz.com/stueck.php?id=22087

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