They were treating me like an object. As if I were some sextoy or shit. I don’t wanna see them again.

Auf Leinwänden, die von der Decke bis zum Boden reichen, verbreiten sich die Botschaften der Installation von Philipp Timischl, und nehmen den Raum für sich ein. Die Ausstellung der Werke des jungen, 1989 in Graz geborenen Künstlers ist noch bis zum 22. Jänner im Untergeschoss des Künstlerhauses, Halle für Kunst & Medien, zu sehen.

(c)  km-k.at

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Timischls Installation setzt auf eine Kombination aus bedruckten Leinwänden, einem Soundtrack sowie zusätzlich eingesetzten Nebelmaschinen. Leider waren diese zum Zeitpunkt des Ausstellungsbesuches aufgrund eines stattfindenden Künstler*innengespräches nicht im Einsatz.

Faszinierend ist schon der prägnante Titel der Ausstellung, über den man auch aufgrund seiner Länge, aber vor allem wegen der anklagenden, personifizierten Aussage stolpert: ‚They were treating me like an object. As if I were some sextoy or shit. I don’t wanna see them again‘ Wer versteckt sich hinter dem ‚ich‘? Gar die Ausstellung selbst, die die/den Besucher*in direkt adressieren will, wie es der Infofolder des Künstlerhauses zur Ausstellung andeutet? Und wer (‚they‚) wird vom Ich beschuldigt? Ist damit vielleicht auch der/die Besucher*in als Teil einer Gesellschaft gemeint, die Menschen bzw. Kunst nur als Objekte behandelt, und alles nur nach dem jeweiligen Nutzen für sich selbst beurteilt?

(c) km-k.at

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Die Leinwandgänge erzeugen ein Gefühl von Enge und stellen Assoziationen zu Gängen eines Labyrinthes her. An ein nicht durchdringbares Labyrinth erinnern auch die Botschaften auf den Bannern, die kein klares Bild bei der Besucherin/beim Besucher entstehen lassen, sondern mit Identitätsvorstellungen und Sprache spielen. Der Soundtrack besteht aus einer Coverversion des Linkin Park Songs ‚Rebellion‚ von Daphne Ahlers, Lonely Boys, wobei der Text des Liedes selbst auf einer Leinwand abgedruckt ist. Da die Version von Daphne Ahlers im Web nicht auffindbar ist, sei auf die Originalversion von Linkin Park verwiesen.

Weitere Infos zur Ausstellung finden sich hier.

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3 Kommentare zu “They were treating me like an object. As if I were some sextoy or shit. I don’t wanna see them again.

  1. Schade, dass man das Video in Deutschland nicht sehen darf!
    Mit bewegten Bilden ließe sich die Ausstellung sicher besser genießen, aber vielen Dank für die schöne Beschreibung.
    Einen guten Start in die Woche wünscht
    Anna von AugenZeugeKunst

    • Hallo Anna,
      bei dem Video handelt es sich „nur“ um das Musikvideo von Linkin Park – von der Ausstellung selbst habe ich leider auch kein Video (gemacht) – denn du hast recht, mit Video könnte man sich viel besser in die Atmosphäre der Ausstellung hineinversetzen.
      Wünsche dir auch einen guten Wochenstart 🙂

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