Die Lustige Witwe – schrill, bunt und absolut fantastisch!

An der Grazer Oper kann man noch bis März 2015 Franz Lehàrs Die lustige Witwe, eine Operette in drei Akten, mit einem Libretto von Victor Léon und Leo Stein besuchen.

 Alles geschieht um etwa 1900 in Frankreich. In der pontevedrinischen Gesandtschaft in Paris herrscht helle Aufregung, denn die Kassen sind leer. Baron Mirko Zeta, der Botschafter, hat eine zündende Idee und beschließt, Graf Danilo auf die seit Kurzem verwitwete Hanna Glawari anzusetzen. Er soll ihr Herz gewinnen und sie soll mit ihrem Millionenvermögen das Vaterland vor dem Bankrott retten. Zufällig treffen sich die beiden Herrschaften auf einem Ball und fühlen sich zueinander hingezogen. Der Graf allerdings verschweigt seine Liebe zu Hanna aus Angst, sie könne glauben, er wolle sie nur wegen ihres Vermögens. Erst gegen Ende hin, als Hanna ihm offenbart, ihr Vermögen im Falle einer Heirat zu verlieren, gesteht er ihr seine Liebe.

Um es gleich zu erwähnen: Die lustige Witwe ist ein Stück, das zum Mittanzen und Mitsingen animiert. Im Saal herrschte während der gesamten Spielzeit eine grandiose Stimmung – von Langeweile keine Spur.

Hana Batinić (Praskowia), Uschi Plautz (Olga), Christiane Bösiger (Hanna Glawari), Sieglinde Feldhofer (Valencienne), Fran Lubahn (Sylviane) Foto von Dimo Dimov

Hana Batinić (Praskowia), Uschi Plautz (Olga), Christiane Bösiger (Hanna Glawari), Sieglinde Feldhofer (Valencienne), Fran Lubahn (Sylviane)
(c) Dimo Dimov

Verglichen mit anderen Inszenierungen der Lustigen Witwe hatte dieses Stück mehr Tempo und es gab einige Momente, in denen man sich ein lautes Lachen nicht verkneifen konnte. Lustige Textpassagen und Kostüme sorgten für einen vergnüglichen und kurzweiligen Operettenabend.

Einer der Höhepunkte des Stücks war mit Sicherheit das große Volksfest, das Hanna Glawari plante. Bunte, schrille Kostüme im volkstümlichen Stil, flotte Musik und dazu passende Texte und Tanzeinlagen sorgten dafür, dass diese Szene unvergesslich bleibt. Mitten auf der Bühne stand ein massiver, großer Baum, der mit verschiedenen Lebensmitteln, Gartengeräten und allerlei Firlefanz behängt war. Das Bühnenbild wirkte im allgemeinen eher simpel, wenn man es mit anderen Inszenierungen vergleicht – erfüllte aber durchaus seinen Zweck und unterstützte die Vorstellungskraft.

Die beiden HauptdarstellerInnen sind der in Belgrad geborene Bariton Ivan Oreščanin, der in die Rolle des Grafen Danilo Danilowitsch schlüpft, und Christiane Boesinger wie auch Margareta Klobučar, die sich die Rolle der Hanna Glawari teilen.

Ich persönlich war besonders begeistert vom Orchester, unter der Leitung von  Marius Burkart, das in das Bühnenbild integriert und immer wieder Teil der Handlung ist.

Geboten wird ein traumhaft schöner Abend mit lustigen und romantischen Momenten, die zum Träumen einladen.

Fazit: Absolut sehenswert!

Mehr Infos unter:

http://www.oper-graz.com/stueck.php?id=20891

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