Mozart hat gelacht und geweint

Die Mozart.SOAP aus dem Hause Styriate verbindet hochkarätige Musik mit Geschichten zum Lachen, diese Inszenierung soll einen tieferen Einblick in das Leben des Künstlers Wolfgang Amadeus Mozart geben, eine sogenannte „Homestory“.

Um in das Leben von Mozart einzutauchen, wurde das Lebensjahr 1787 ausgewählt. Ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Die  Kompositionen aus diesem Lebensabschnitt sind hervorragend geeignet, um einen abwechslungsreichen Abend mit unbekannteren Werken, wodurch das Publikum neue Einblicke gewinnt, und aus altbewährten Melodien zu gestalten. Begleitet werden die Melodien von Worten und Gedanken von Amadeus Mozart, welche in seinen Briefen niedergeschrieben sind.

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(c) Werner Knetitsch, Johannes Silberschneider als Mozart

Der Abend beginnt mit einem Witz, frohem Lachen und einem gut gelaunten Publikum. Die Hofkapelle München, unter der Leitung des Barockgeigers und Dirigenten Rüdiger Lotter, beginnt mit dem dazu passenden Stück Ein Musikalischer Spaß. Das Interessante an diesem hochkarätigen Ensemble ist die Vielfältigkeit der Musiker und die Art und Weise, wie sie mit dem Publikum kommunizieren. Rüdiger Lotter bleibt mit seiner Mimik und Gestik ausdruckslos, doch berührt er besonders durch seine musikalische Interpretation. Florian Deuter (Viola) hingegen witzelt mit seinen Gesten mit dem Publikum, und der Kontrabassspieler Kit Scotney flirtet mit seiner Mimik und umspielt mit seinen Fingern den Kontrabass als würde er mit einer Schönheit durchs Leben tanzen. Eine Freude zum Zuhören und Zusehen.

Aber nicht nur Frohsinn und Heiterkeit, sondern auch der Tod sind im Lebensjahre 1787 und an diesem Abend präsent. Der Vater Mozart und sein Geigerfreund sterben und so mischt sich unter den heiteren Abend eine ernsthafte Stimmung ausgedrückt durch das a-Moll-Rondo und die Abendempfindung. Besonders berührt hat mich das Lied der Trennung „Die Engel Gottes weinen“, welches zeigt, dass auch ein Melancholiker in Mozart inne wohnte. Nicht nur die Komposition sondern auch der Vortrag der Sopranistin Bibiana Nwobilo hat beeindruckt. Nwobilo gestaltete jedoch auch durch fröhliche Lieder den Abend, begleitet vom vielseitigen Stefan Gottfried am Hammerflügel. Dieser durfte an diesem Abend auch als Solist brillieren und stellte sein Können mit dem Rondo für Klavier in a unter Beweis, ein Höhepunkt für mich an diesem Abend.

Doch spielrn nicht nur die Musik und Werke von Mozart an diesem Abend eine Rolle, wie bereits erwähnt wird auch sein Leben in den Mittelpunkt gerückt. Die Briefe von Amadeus Mozart, welche amüsante Reiseberichte, Witzeleien, philosophische Gedanken und Gedichte enthalten wurden von Johannes Silberschneider gelesen, beinahe würde ich sagen „inszeniert“. Durch die zusätzliche Überlieferung der Briefe, auch mögen diese nur ein kleiner Teil sein, erhielten wir einen weiteren Einblick in das  Leben und Schaffen Mozarts.

Die Mozart.SOAP war durch die abwechslungsreiche Gestaltung ein kurzweiliges Amüsement dem ich mich noch gerne länger hingeben hätte  : )

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