Prinzessin unverblümt

Nackt bis auf einen Slip. Sich langsam und genüsslich, den Moment voll auskostend, ankleidend. Herrenkleidung. Ein männlicher Mann, dem Auftreten zufolge, eine weibliche Person, der Biologie nach. Nichts für schwache Nerven und provokativ. Aufrührend und genial.

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(c) Lupi Spuma

Julia Gräfner präsentiert in „Ich würde alles für die Liebe tun, ich mach`s aber nicht“ einmal mehr ihr schauspielerisches Können und stellt ihre Bühnenpräsenz unter Beweis – allein. In diesem Stück, das zugleich auch ihr Abschlussprojekt an der Berner Universität der Künste war, portraitiert und präsentiert die Newcomerin eine Hommage an den Musiker und Schauspieler Meat Loaf. Gleichzeitig persifliert sie die Mythen und Legenden, die konventionalisiert im Westen über das Phänomen ‚Liebe’ vorherrschen.

Sie räumt radikal mit der Prinzessinnen-Vorstellung auf und holt dabei das Publikum genau dort ab, wo es steht: verfangen in den Wirren der unterschiedlichen gesellschaftlich- akzeptierten oder nicht akzeptierten Liebeskonzepte.

Emotional, intim und berührend. Kindisch, erotisch und pubertär. Ironie, die weh tut. Überspitzte „Du kannst jederzeit ausbrechen und neu beginnen“-Moral.

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