Jugend ohne Gott – Eine Rekonstruktion mit illuminiertem Totenkopf

Zum 50. Mal wurde am vergangenen Freitag im Grazer Schauspielhaus eine Neuinszenierung von Ödön von Horvàths „Jugend ohne Gott“ aufgeführt. 1937 erschien der Roman des österreichisch – ungarischen Autors erstmals und wurde knapp darauf in acht Sprachen übersetzt. Heute ist die Thematik populärer und aktueller denn je.

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(c) Lupi Spuma

Ein Lehrer korrigiert die Aufgaben seiner Schüler und bemerkt eine rassistische Aussage vom Schüler N über Farbige. „Alle Neger sind hinterlistig, feig und faul.“ Mit dieser schockierenden aber heute durchaus vorstellbaren Aussage beginnt das Stück und nimmt sogleich seinen Lauf. Ein Stück mit einem starken Bezug zur Gegenwart sowie zur Vergangenheit. Hervorragend gespielt von Matthias Ohner. 1977 in Fürstenfeld geboren erlernte er die Kunst des Schauspiels autodidaktisch und wurde so vom Sozialarbeiter zum Schauspieler. Er schlüpfte während der Aufführung in diverse Rollen und schaffte es, das Publikum vom Anfang bis zum Ende zu fesseln. Wer wissen will, was ein illuminierter Totenkopf mit dem Klassiker aus vergangenen Zeiten zutun hat, der sollte sich „Jugend ohne Gott“ im Grazer Schauspielhaus schnellstens ansehen.

Eine Vorreservierung wird stark empfohlen – bisher waren alle Vorstellungen so gut wie ausverkauft.

Beide Daumen hoch und ein Hoch auch an Schauspieler Matthias Ohner mit seinem Totenkopf – illuminiert – wohlbemerkt.

 

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