Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke

In „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ erzählt Daniel Doujenis aus dem Leben des jungen Cornets Christoph Rilke von Langenau, der im 17. Jahrhundert im vierten österreichischen Türkenkrieg gefallen war. Mit seinen gerade einmal 18 Jahren zog er in den Krieg und ritt nach Ungarn. Das Blatt einer Rose, welches er von einem befreundeten französischen Marquis erhielt, sollte ihn beschützen.

(c) Mike Traussnigg

(c) Mike Traussnigg

Als Fahnenträger seiner Kompanie verbrachte Rilke eine Nacht in einem Schloss an der Raab mit der dortigen Gräfin. Ganz im Liebestaumel wird deren Schloss jedoch von den Türken angegriffen und Rilke fällt bei der Rettung der Fahne, da er auf Helm und Waffenrock verzichtete.

Doujenis reduziert diese Erzählung Rainer Maria Rilkes ganz stak auf sein wesentlichstes: den Text. Eine sehr reduzierte Bühnenausstattung, ein wenig Nebel und zwei elektrische Gitarren sind neben seiner Darstellung die einzigen Erzählmedien im Raum. Ruhig und in ganz schwerer Atmosphäre werden Wörter wiederholt und Alliterationen in den Raum entlassen. Doujenis, der als Senior Lecturer an der Kunstuni Dramatischen Unterricht und Rollengestaltung lehrt, setzt hier ganz bewusst auf die Macht der Sprache Rilkes. Freunden der Lyrik war dieser Abend ein Fest, alle anderen haben eventuell keinen Zugang zum Stück gefunden.

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