Mozart und Mendelssohn

Der Abend teilte sich in zwei Hälften, wovon die erste Mozart, die zweite Mendelssohn Bartholdy galt. Anders als ursprünglich geplant wurden die beiden Teile durch eine Pause getrennt.

Der Mann des Abends war Alexander Lonquich, der sowohl als Solist in der ersten wie auch als Dirigient in der zweiten Hälfte wirkte. Das Mozart’sche Klavierkonzert KV 537, auch Krönungskonzert genannt, zählt zwar nicht zu den größten, aber doch zu einem keineswegs uninteressanten Konzert für Klavier und Orchester (man denke beispielsweise an den Nachsatz des 2. Themas, ein echoartiges Motiv, das schließlich zur Durchführung überleitet und dem Kopfsatz des Konzerts spannungsvolle Kraft verleiht).

Lonquich meisterte das Werk – sowohl in seinen Anweisungen an das Grazer Philharmonische Orchester wie auch in seiner Leistung am Flügel – mit überzeugender Bravour. Sogar aus dem wenig ergiebigen, weil schlicht gebauten 2. Satz, einem wohl vertrauten Larghetto, hebt Lonquich ein ergreifendes Maß an Zartheit hervor, das den oftmals als totgehört empfundenen Satz doch noch zu einem musikalischen Genussereignis aufwertet.

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Alexander Lonquich – (von: http://www.musikverein-graz.at)


In der zweiten Hälfte wechselte Lonquich ans Dirigentenpult und interpretierte Mendelssohn Bartholdys vierte Sinfonie, die sich – weil inspiriert von einer zweijährigen Italienreise des Komponisten – unter dem Namen „Italienische“ eingebürgert hat. Das Werk, vielleicht die berühmteste Sinfonie Mendelssohns, führt den Konzertabend im Grazer Musikverein zu einem gelungen Abschluss.

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