Solang die Musi spielt

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(c) Lupi Spuma

‚Die Neigung des Peter Rosegger‘ von Thomas Arzt wird zurzeit am Schauspielhaus Graz uraufgeführt.

Alles scheint in Ordnung zu sein in der steirischen Kleinstadt. Bis ein Erdbeben das Peter Rosegger-Denkmal und die Bewohner des Ortes erschüttert. Der Unternehmer Wiesinger (großartig gespielt von Florian Köhler) möchte nicht wahrhaben, dass die Statue immer weiter nach rechts neigt und will die Bachlerin, die Bürgermeisterin des Ortes, davon abhalten, die Schieflage Roseggers zu inspizieren. Haben sich doch Delegierte der UNESCO angekündigt, um den Altstadtkern inklusive der Statue zum Weltkulturerbe zu benennen. Unterstützung findet er bei der Angestellten Elfriede, die die Flüchtlinge, die seit ein paar Monaten im Ort wohnen, für die Krise verantwortlich macht. Am nächsten Tag erschüttert ein weiteres Erdbeben den Ort. Alles gerät allmählich aus den Fugen und vor allem Wiesinger verliert immer mehr die Kontrolle.

Thomas Arzt zeichnet mit der Schieflage der Peter Rosegger-Statue ein schönes Bild einer scheinbar unerschütterlichen Heimat, die dann doch auf bröckeligem Boden steht und von manchen Teilen der Bevölkerung mit allen Mitteln gerettet werden will.

Die Inszenierung ist kurzweilig und wird durch ein penetrant gut gelauntes Musikanten-Trio zusätzlich aufgelockert. Die Charaktere wirken aber letztendlich sehr stereotyp und die Dialoge zu brav. Ein bisschen mehr Biss wäre schön gewesen.

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