Kommen Sie, kaufen Sie!

Foto: Heldentheater

Die neueste und finale Produktion des T’eig Theaters feierte am 08. November im Albert Schweitzer Center ihre Premiere. Unter der Regie von Thomas Sobotka, der wieder einmal auch als Schauspieler mitwirkte, wurden ein Grande Finale und eine grandiose Modenschau mit dem Titel “Faust – und vorbei” geboten.

“Wenn die Regie nicht mehr weiter weiß, holt sie sich Musik und eine Nebelmaschine”, bereits nach der ersten Szene, dem Prolog im Himmel, war klar, dieser Abend dient zur Unterhaltung.
Was folgte war ein kontinuierliches Wechseln. Ob Figuren, Schauspieler, Kostüme, Situationen oder Szenen: Alles wurde durchgewechselt, nur Gott blieb stets in Gold an seinem Schlagzeug und begleitete den Abend mit seinen Rhythmen.
Immer wieder wechselte die Besetzung (Karin Gschiel, Mona Kospach, Christian Ruck, Thomas Sobotka und Christiana Nwosu) die Rollen und schlüpfte in kürzester Zeit in verschiedenste Charaktere und Kleider.
Die Handlung blieb sehr nahe am Originaltext Goethes, doch wurde zwischendurch, um das Publikum ein bisschen aufzulockern und die “Überforderung wegen Unterförderung” nicht Überhand nehmen zu lassen, aus dem Stück herausgetreten. Was dann folgte war eine Hommage an das T’eig Theater mit allen großartigen Produktionen und den dazugehörigen Kostümen und Bühnenbildern.
In diesen inhaltlichen Pausen wurde das Publikum in das Stück mit einbezogen und wurde des Öfteren über den käuflichen Charakter sämtlicher Gegenstände und Kleidungsstücke informiert. Da es sich um das letzte Stück des Theaters handelt, setzte das Ensemble alles daran, so viele Outfits wie möglich im Stück unterzubringen. Selbst die musikalische Untermalung von Christiana Nwosu wurde genutzt, um möglichst viele Kostümwechsel durchführen zu können.
Sogar das Publikum durfte ein Teil der Produktion werden, musste kurzfristig in der ersten Reihe eine Blutabnahme durchführen und auch auf Fragen der Zuseher wurde zwischenzeitlich von den Schauspielern kurz eingegangen.
Die leider letzte Produktion von den T’eigern hat es demnach ziemlich in sich und ist auf jeden Fall ein sehenswerter Abgang eines herausragenden Theaters.

 

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s