Oh Romeo, mein Romeo…

Die tragische Liebesgeschichte von Romeo und Julia kennt wohl jeder – zwei verfeindete Familien in Verona, deren Kinder sich unsterblich ineinander verlieben und am Ende im Tod vereint werden. William Shakespeares Fassung von 1596 hat seit der Uraufführung einige Fassungen und Inszenierungen durchlebt. Am Grazer Schauspielhaus ist derzeit eine moderne Fassung unter der Regie von Lily Sykes aus dem Englischen von Frank- Patrick Steckel zu sehen.

Der schwärmerische Jüngling Romeo Montague, trifft auf einem Fest der Capulets, seiner verfeindeten Familie, auf die Tochter des Hauses und verliebt sich heftig in die junge Julia. Nach diesem Zusammentreffen will er aus dem Familienstreit aussteigen und Julia zu seiner Ehefrau nehmen. Das Schicksal hat jedoch etwas Anderes mit den beiden vor und führt am Ende bis zum Tod…

Was Romeo und Julia verbindet und sie am Ende sogar freiwillig in den Tod gehen lässt, ist nicht nur zum Ideal romantischer Liebe geworden, es ist auch ein Hoffnungsschimmer für die Gesellschaft.

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Im 400. Todesjahr des britischen Dichters Shakespeare hat Lily Sykes die Liebes-Tragödie neu inszenieren. Raphael Muff als Romeo und Julia Gräfner in der Rolle der Julia geben ein perfektes wenn nicht doch skurriles Bühnenpaar ab und überzeugen von der ersten bis zu letzten Szene.

Das Bühnenbild – klar und schlicht – lässt Raum für Fantasie und gibt dem Zuseher doch ein klares Gedankengerüst vor. Ebenso Kostüme und Requisiten.

Die Originaltexte sind klar erkennbar, jedoch mit modernen Textpassagen ergänzt worden. Was das Stück erfrischend und interessant macht.

Fazit: Absolut sehenswert, jedoch etwas lang. Aber in jedem Fall ist das Stück einen romantischen Abend im Grazer Schauspielhaus wert.

Weitere Informationen und Spieltermine unter:

http://www.schauspielhaus-graz.com/play-detail/romeo-und-julia#inhalt

Fotos: (c) Lupi Spuma

 

 

 

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Die zweite rechts und immer geradeaus bis zum Morgen…

Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom Jungen der niemals erwachsen werden möchte?

Regisseur Peter Raffalt hat die Geschichte von Peter Pan, Wendy und Captain Hook für das Next Liberty neu aufgerollt, modernisiert und ganz viel Feenstaub dazugegeben.

Die junge Wendy Darling erzählt ihrem Bruder gern Geschichten von Peter Pan, dem bösen Piraten Captain Hook und den verlorenen Kindern aus dem Nimmerland. Eines Tages trifft Wendy Peter im Flur, als der gerade nach seinem Schatten sucht, der ihm wieder einmal entwischt ist. Peter nimmt Wendy und ihren Bruder Michael mit „die zweite rechts und immer geradeaus bis zum Morgen“ nach Nimmerland. Dort treffen sie auf Nixen, ein tickendes Krokodil und natürlich den berüchtigtsten unter den Piraten: Captain Hook.

In dem knapp zwei Stündigen Theaterstück wird die Geschichte des schottischen Autors James Matthew Barrie neu erzählt. Das Stück ist Unterhaltung für die ganze Familie und bringt Kindern die Wichtigkeit der Familie, der Liebe und der Freundschaft nahe. Peter Pan, gespielt von Christoph Steiner, Wendy Darling gemimt von Rebekka Reinholz und Sacia Ronzoni als freche Fee Tinkerbell geben gemeinsam mit den anderen Darstellern ein tolles Ensemble ab und lassen die Zeit wie im Flug vergehen.

Fazit: Absolut sehenswertes Stück, vor allem für kleine Piratenfans, Feenbegeisterte und alle die gerne mit Peter und Wendy nach Nimmerland kommen wollen, um wieder einmal das Erwachsensein zu vergessen und in die Fantasie der Kinder einzutauchen.

Weitere Informationen und Spieltermine unter: http://www.nextliberty.com/stueck_detail.php?id=114853

Ich fühl mich wie noch nie, voll Zauber und Magie…

Am 13. November feierte das neue Musical von Robert Persche und Andreas Braunendal an der Oper Graz seine Premiere. Eine Uraufführung, frei nach der Ballade von Johann Wolfgang von Goethe, für Groß und Klein.

Walle! Walle! Manche Strecke, dass zum Zwecke, Wasser fließe und mit reichem, vollem Schwalle zu dem Bade sich ergieße. Diese Zeilen aus Goethes Ballade „Der Zauberlehrling“ kennt wohl jedes Kind. Die Geschichte rund um Zauberlehrling Heliodor und Hexenmeister Ariel an der Oper Graz streift Goethes Fassung aber nur am Rande.

Zaubern will und muss gelernt sein – das denkt sich auch der junge Heliodor, als er beim großen Hexenmeister Ariel in die Lehre geht. Schon bald lernt er, dass zum Zaubern mehr gehört als Tränke brauen und Sprüche lernen. Unterstützt wird Heliodor bei seinen Taten von den drei lustigen Zauberbesen Kehrein, Kehraus und Kehrum und von Ariels Tochter Laluna, die mit der Zauberei nur wenig am Hut hat. Die strenge Haushälterin Morgana macht ihm zudem das Leben schwer. Als dann noch alles nach einem missglückten Zaubereiversuch unter Wasser steht, scheint das Chaos perfekt.

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(c) Lupi Spuma

Zwei Jahre nach dem großen Erfolg von „Aladdin und die Wunderlampe“ haben Robert Persche und Andreas Braunendal im Auftrag des Next Liberty ein weiteres großartiges Musical für die ganze Familie geschaffen. Bunt, fröhlich und vor allem sehr unterhaltsam gestaltet sich die knapp zwei stündige Vorstellung als sehr kurzweilig und zaubert dem Zuseher wahrlich oft ein Lächeln ins Gesicht.

Wer sich gerne verzaubern lässt, sollte sich das Musical mit Michael Großschädl als Zauberlehrling, Janos Mischuretz als Hexenmeister Ariel und Sascia Ronzoni als Laluna auf keinen Fall entgehen lassen.

Fazit: Absolut sehenswert, großartig inszeniert und mit einem Hauch Nostalgie versehen auf jeden Fall ein Spektakel der besonderen Art für die ganze Familie.

Nähere Informationen und weitere Spieltermine unter: http://www.oper-graz.com/production-details/der-zauberlehrling