Einmal um die Welt – Adele Neuhauser´s musikalische Reise zu den längst Vergessenen.

Egal ob im Tatort, oder in der beliebten ORF-Serie 4 Frauen und ein Todesfall, Adele Neuhauser kennt sich mit der Thematik des „aus-sterbens“ bestens aus. So auch am Freitagabend im Schauspielhaus Graz, wo Sie sich zusammen mit Edi Nulz und dem Graz Composers Orchestra an Douglas Adams „Die letzten ihrer Art“ wagte. Eine amüsante Reise, mit musikalischer Untermalung, rund um die Welt zu den bedrohten Tierarten.

„Lassen Sie sich bloss nicht beißen,“ sagt Dr. Sutterland ein australischer Schlangenexperte zu Beginn der Reise. Aber auch das angreifen der Schlangen überlässt der Experte lieber den anderen, immerhin will er ja nicht gebissen werden.

Adele Neuhauser, die in Douglas Adams Stück die Rolle der Erzählerin übernimmt, reist mit Ihrem Freund Mark, einem erfahrenen Zoologen zu den letzten ihrer Art.

„Das sind die gebrauchten Maschinen von Air-Uganda“, sagt Mark trocken zu Beginn der Reise, als sie in ein Flugzeug ohne Türen einsteigen. Aber auch die fehlenden Instrumente verstören Mark nicht, denn „das würde die Piloten nur irritieren“, ergänzt er.

Auf Komodo, der ersten Station der Reise angekommen, wurden sie freundlich von einem überdimensionalen Willkommensschild begrüßt. Gefolgt von weiteren Schildern, mit Vorschriften wie „Tragen Sie immer Hosen und Schuhe“ oder „Achten Sie auf Stiegen“. Als sie endlich bei der Registration angelangt waren und gerade die Geburtsorte der Urgroßeltern eintrugen, wurden sie von lautem hektischen Hühnergebrüll gestört. Völlig verdutzt eilten sie nach draußen und beobachteten eine der Riesenechsen, die bis zu vier Meter lang und einem Meter hoch werden können, wie sie sich über die drei mitgebrachten Hühner hermachte. Der Kapitän, der sie und die Hühner auf dem Boot nach Komodo brachte, hatte ihnen nämlich erklärt, es sei immer besser selbst Essen dabei zu haben, denn Europäer mögen lieber Huhn statt Fisch – Echsen aber auch.

Nächste Station, Fjordland in Neuseeland. Auf der Suche nach dem Kakapo, bekamen die Reisenden Unterstützung von Arab. Einem professioneller Kakapo-Sucher, der sich mit seinem Hund namens Boss und mit den abenteuerlustigen Reisenden auf die Suche nach diesen besonderen Vögeln machte. Der Kakapo, ist kein besonders hübscher Vogel. Er ist eher klein, dicklich, grünlich bis schmutzig und hat winzige Flügel die er nicht nutzt. Dennoch zählt er zu einer besonderen Art, nicht nur wegen seiner skurrilen Laute, die er während der Paarung von sich gibt, sondern auch wegen der Tatsache, dass er vollkommen vergessen hat wie man fliegt. Warum sollte er auch fliegen? Immerhin ging es ihm in Neuseeland gut, zumindest so lange bis die Europäer mit ihren Haustieren kamen und diese sich als natürliche Feinde des Kakapo herausstellten und er um sein Leben watscheln musste.

Nachdem auch der Kakapo ausgestorben war und somit der letzte seiner Art Geschichte, machten sich die Reisenden auf nach Kenia um die letzten weißen Nashörner zu sehen, jedoch gestaltete sich dies noch schwieriger als gedacht. Nach einer Zwischenlandung in Tansania, standen die Reisenden vor dem Problem des fehlenden tansanischen Geldes.  „Woher sollen sie auch welches haben?“, sagte die Dame am Flughafen. Niemand hat tansanisches Geld ergänzte Sie und beobachtete weiter die Fliegen, die an der Wand saßen.

Zum Glück war Kenia nicht die letzte Station auf der Reise. Warum man in China ein Kondom braucht um den lärmgeschädigten und halbblinden Yangtse-Delfinzu sehen und wie schwieirg es eigentlich ist, in China ein Kondom zu kaufen, erfahren sie im Theater.

Adele Neuhauser erzählt eine Geschichte über eine amüsante Reise zu den ausgestorbenen Tierarten dieser Welt. Mit viel Charm, Herz und ihrer ganz besonderen Stimme. Dabei macht sie es dem Zuseher leicht, sich diese beeindruckenden und längst vergessenen Tierarten vorzustellen.

Edi Nulz und das Graz Composers Orchestra begleiten sie musikalisch auf dieser Reise. Egal ob die Balzrufe des Kakapo, die kreischenden Hühner oder der passenden Sound zum Flug über Kenia, die musikalische Unterstützung macht den Abend zu einem einzigartigen Highlight. Eine Lesung, die mitreißt und das Publikum zum Lachen und Mitswingen bewegt.

„Die letzten Ihrer Art“ – Adele Neuhauser, Edi Nulz und das Graz Composers Orchestra.

 

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