Das Spiel mit Performativität, die Frage nach Ökonomie: Gilligan und Scherübel im Künstlerhaus Graz

Im Künstlerhaus – Halle für Kunst & Medien in Graz sind bis zum 03. März 2016 zwei spannende Ausstellungen von Künstler*innen zu sehen, die sich mit der Frage nach Ökonomie, dem Spiel mit Performativität intermedial beschäftigen: Melanie Gilligan und Klaus Scherübel. Am 04. Februar fand die Kuratorenführung durch die Ausstellungen mit Sandro Droschl statt. Impressionen von einem Abend, bei dem Werke im Fokus standen, die Perspektiven erweitern und Fragen aufwerfen.

Das Künstlerhaus leuchtet den Besucher*innen – durch die Glasfront der Vorderseite fällt genügend Licht – gegen Abend schon von weitem entgegen. Um 18:00 Uhr startet die Kuratorenführung mit Sandro Droschl durch die beiden Stockwerke. Zu Beginn bekommt jede*r zur freundlichen Begrüßung ein Paar Kopfhörer – diese werden für die Ausstellung von Melanie Gilligan benötigt, die im Untergeschoß zu sehen ist. Und genau dort startet auch die Führung durch die künstlerischen Welten.

Melanie Gilligan: The Common Sense, Substitution

 Melanie Gilligan, The Common Sense (c) Galerie Max Mayer

Melanie Gilligan, The Common Sense (c) Galerie Max Mayer

Bei Melanie Gilligan handelt es sich um eine kanadische Künstlerin, die ihren Fokus auf Videoinstallationen und Script Writing gelegt hat. Angelehnt an die Narration von Fernsehserien beschäftigt sie sich in ihrer Arbeit „The Common Sense“ mit den Auswirkungen von politischen und wirtschaftlichen Krisen auf das Individuum Mensch. Transindividualität lautet das Schlagwort dazu und die Fragen, die sich Gilligan in ihrem Werk dazu stellt sind folgende: Wie handeln einzelne Individuen zusammen? Welchen Umgang finden sie mit der Ökonomie? Auf den Flachbildschirmen, die durch schwarze Rohre miteinander verbunden sind, laufen unterschiedliche Ausschnitte von Lebenswelten ab – sobald man sich mit aufgesetzten Kopfhörern den Bildschirmen nähert, bekommt man durch Infrarotsignale die Dialoge zum jeweiligen Bildschirm mit. Wie lange man beim jeweiligen Ausschnitt bleibt und in welcher Reihenfolge man sich die Szenen ansieht, entscheiden die Besucher*innen selbst. So ergibt sich aus unterschiedlichen Wegen jeweils eine andere Narration. Neben den Videos hat das Werk auch einen skulpturalen Aspekt, der sich aus der Anordnung der Bildschirme und ihrer Verbindung ergibt. Angelehnt an Hobbes‘ Leviathan sollen die Rohre eine Superstruktur simulieren. Dahinter steht die Frage, wie alles miteinander in Verbindung stehen könnte.

Auch das zweite ausgestellte Werk – Substitution – beschäftigt sich damit, wie Menschen mit gewissen Strukturen umgehen. Das auf einer großen Leinwand gezeigte Video folgt vier Schauspieler*innen, die einen Tag in einer dänischen Mall verbringen. Dabei geht es um die Frage, wieviel Freiraum sich Menschen in vorgefertigten Strukturen schaffen können. Im spielerischen Umgang, etwa durch die unkonventionelle Benutzung der Einrichtung der Mall – so legt sich eine der Schauspieler auf das Kassaband – wird durch das performative Spiel Freiraum für unkonventionelle Handlungen geschaffen.

Klaus Scherübel: All work and no play makes Jack a dull boy.

Im Obergeschoß ist ein Ausschnitt des Lebenswerkes von Klaus Scherübel zu sehen, der sein Werk in einzelne Volumes gliedert. Scherübl, der aus Bruck an der Mur stammt, und sich Gilligan als zweite Ausstellende explizit gewünscht hat, ist mit drei Arbeiten zu sehen. Zwei davon beschäftigten sich intermedial mit gescheiterten Figuren: Jack Torrance aus „The Shining“ sowie Bartleby aus der gleichnamigen Kurzgeschichte von Hermann Mellville.

Klaus Scherübel, Titelseite aus dem Buch Jack Torrance’s All Work and No Play (c) Philippe De Gobert

Klaus Scherübel, Titelseite aus dem Buch Jack Torrance’s All Work and No Play (c) Philippe De Gobert

Dabei steht das Projekt „Reconsidering Jack Torrance’s All Work and No Play“ [VOL. 10] im Fokus der Ausstellung. In „The Shining“ – dem Roman von Stephen King, der vor allem durch die grandiose Verfilmung durch Stanley Kubrick in Erinnerung geblieben ist – verliert der Schriftsteller Jack Torrance, der mit seiner Familie die Wintermonate als Hausmeister in einem verlassenen Hotel verbringt, langsam den Verstand. Zwar nützt er, wie er es sich vorgenommen hat, die Zeit zum Schreiben, allerdings schreibt er nicht, wie seine Frau schließlich mit Entsetzen feststellt, an seinem Roman, sondern tippt repititiv immer wieder nur einen einzigen Satz auf seiner Schreibmaschine: „All work and no play makes Jack a dull boy.“ Scherübel greift diesen Satz auf und stellt ihn in allen möglichen Variationen dar. Dabei erinnert das repititve Moment an moderene Konzeptkunst. Auch das Tippen der Schreibmaschine wird simuliert. Gerade auch dadurch, dass das Werk der Filmfigur damit quasi zum Leben erweckt wird, wird dem Raum eine unheimliche Atmosphäre verliehen als wäre er in die Präsenz von Jack Torrance getaucht.

(c) Klaus Scherübel, Adaptation (Bartleby)

(c) Klaus Scherübel, Adaptation (Bartleby)

„Adaptation (Bartleby)“ [VOL. 23] hingegen beschäftigt sich mit der Figur Bartleby aus Melvilles Kurzgeschichte. Bartleby ist ein Anwaltsgehilfe im 19. Jahrhundert, der ohne dafür eine Begründung zu liefern, langsam seine Produktivität einstellt und die Interaktion mit der Außenwelt schlußendlich ganz abbricht und stirbt. Scherübel spielt in seiner Adaption mit dem Moment der Produktivität – Adaptionen, die vermeintlich simulieren, dass es ein Stück über Bartleby gegeben habe, es jedoch im Unklaren lassen, ob dem wirklich so war.

Die dritte Installation „Untitled (The Artist at Work)“ [VOL. 5] ist in der Apsis des Künstlerhauses zu sehen. Aufgestellte Stühle weisen auf eine Leinwand, die mithilfe eines Diaprojektors ein Bild des Künstlers selbst zeigt, der mit grüblerischen Blick in die Ferne schieht. In diesem Bild, das zu einer fortlaufenden Serie gehört, versucht Scherübel die Arbeitsweise von Künstler*innen zu reflektieren und die Veränderungen im Arbeitsprozess bedingt durch die heutigen informelleren und globaleren Strukturen der Zeit zu reflektieren.

Neben den philosophischen Fragestellungen, die durch die Werke und den Umgang mit Performativität in ihnen aufgeworfen werden, ist die Ausstellung auch aufgrund der medialen Aspekte sehenswert – gerade das Aufgreifen der modernen Fernsehserien und deren Dialogen von Gilligan oder die Inszenierung von Jack Torrance durch Scherübel sind fernab von Fragestellungen der Metaebene für Film- und Serienfans sehr empfehlenswert.

Beide Ausstellungen sind noch bis zum 03. März 2016 im Künstlerhaus zu sehen.

Schrei(en) für die Kunst

Wer sich für die Geschichte der steirischen Künstlervereinigungen und die Geschichten, die diese in ihren Kunstwerken erzählen, interessiert, der darf den diesjährigen Ausstellungsreigen des Künstlerhauses – Halle für Kunst und Medien keinesfalls versäumen. Seit vergangenen Dienstag, dem 15.Dezember 2015, steht nun der Künstlerbund GRAZ im Blickpunkt, der sich während der Ausstellungseröffnung nicht nur durch die Kunstwerke Gehör verschaffte.

Ein Schrei lautet der Titel der Ausstellung und das Thema, dem sich die Künstler*innen des Künstlerbundes zum 90-jährigem Jubiläum demnach verschrie(b)en. Bei der gut besuchten Eröffnung waren nicht nur die Kunstwerke präsent, sondern auch die Künstler*innen selbst anwesend. Die Begrüßung der ebenfalls anwesenden Kulturstadträtin Lisa Rücker untermalten sie mit einem lautstarken Schrei.

Der Künstlerbund GRAZ: zwischen Tradition und Offenheit

In einer kurzweiligen Rede veranschaulichte der aktuelle Präsident des Künstlerbundes Michael Birnstingl den Besucher*innen die wichtigsten Meilensteine des Künstlerbundes seit seiner Gründung im Jahr 1924 durch 14 rebellische Künstler*innen. Bedeutend sei heute als auch in früheren Zeiten die Symbiose zwischen Tradition und Offenheit – gegenüber den unterschiedlichen Stilrichtungen als auch (neuen) Künstler*innen. So setzt sich der Künstlerbund etwa für die Förderung der Jugend ein. Ein gemeinsamer Schrei der Mitglieder setzte der Rede einen markanten Schlusspunkt.

In der Apsis des Künstlerhauses konnte jede*r, dessen Interesse geweckt war, weiter durch die Geschichte(n) des Künstlerbundes schmökern. In Fotoalben, die mit Bildern, gesammelte Zeitungsberichten und Reden gefüllt sind, kann ein Blick in vergangene Jubiläen des Künstlerbundes und die jeweiligen zeitgeschichtlichen Tendenzen geworfen werden.

(c) Julia Wurzinger

50 Jahre Künstlerbund (c) Julia Wurzinger

Die Ausstellung: zwischen Kontinuität und Aktualität

Ausgangspunkt der Ausstellung ist das Werk der Künstlerin Renate Fast, das sich auch im Mittelpunkt des Raumes befindet. Es handelt sich um ein beeindruckendes in schwarz-weiß-gehaltenes Kunstwerk, das bereits 2010 entstand, aber eine aktuell sehr dominante Begrenzung des Menschen – der menschlichen Freiheit auf der einen, der menschlichen Toleranz auf der anderen Seite – im Blickpunkt hat: den Zaun.

(c) KM Künstlerhaus

Renate Fast: Ein Schrei (c) KM Künstlerhaus

Zugleich wird durch die Wahl des Themas und des Kunstwerkes von Renate Fast auch eine Kontinuität zur Geschichte des Künstlerbundes selbst hergestellt: In den Gründerzeiten des Künstlerbundes war dieser Verfolgungen – etwa aufgrund des Vorwurfes der ‚entarteten‘ Kunst – ausgesetzt. Auch Renate Fasts Biographie ist damit verknüpft: als Künstlerin mit Down-Syndrom ist es ihr in unserer heutigen Gesellschaft möglich, künstlerisch tätig zu sein – eine Erinnerung daran, dass etwas, was selbstverständlich sein sollte, auch bei uns noch nicht lange möglich ist.

Zusätzlich wird auch an die Geschichte der Kunst an sich angeknüpft, stellt doch der Schrei einen Topos dar, der sich kontinuierlich durch die Epochen zieht. Am stärksten ist der Topos wohl durch Edvard Munchs Bearbeitung in Der Schrei im kollektiven Gedächtnis verankert.

Aktuell sind die Kunstwerke hingegen zum einen durch ihre Herstellung: sie wurden größtenteils extra für die Jubiläumsausstellung konzipiert. Zum anderen sind die Kunstwerke auch inhaltlich brandaktuell: Viele der Werke schreien auf, schreien die Besucher*innen an, verstören, betören, werfen Fragen auf und lassen sprachlos zurück – Themen, wie die Ausbeutung des Planeten durch die Menschen, der aktuelle Umgang mit flüchtenden Menschen, Formen von Gewalt werden thematisiert und in unterschiedliche künstlerische Formen gegossen. Im Folgenden nur zwei Beispiele, um dies bildlich zu veranschaulichen:

Marianne Hasenöhrl-Obsieger: Stop FGM (c) Julia Wurzinger

Marianne Hasenöhrl-Obsieger: Stop FGM (c) Julia Wurzinger

Peter Petrovic: Als Gaia schrie (c) Julia Wurzinger

Peter Petrovic: Als Gaia schrie (c) Julia Wurzinger

 

Zum großen Teil beschäftigen sich die Werke mit krisenhaften Momenten des Schreiens – egal ob individueller oder kollektiver Natur -, seltener finden sich hingegen optimistischere Sichtweisen auf das Thema, wie etwa Chesi-Lackners Befreiuungschrei.

Helgard Chesi-Lackner: Befreiuungsschrei (c) Julia Wurzinger

Helgard Chesi-Lackner: Befreiuungsschrei (c) Julia Wurzinger

Wenn diese Ausstellung eines verdeutlicht, dann, dass nicht nur die Kunst unsere Schreie ausdrücken kann, sondern dass die Kunst selbst auch Menschen braucht, die bereit sind, für sie zu schreien.

 

Weitere Informationen

Die Ausstellung des Künsterbundes GRAZ ist noch bis zum 03. Jänner 2016 bestaunbar. Danach folgt der dritte – und letzte – Teil des Ausstellungsreigen mit den Werken der Vereinigung Bildender Künstler Steiermarks.

Weitere Eindrücke und Fotos von der Ausstellungseröffnung finden sich etwa auf dem Blog von Miss Classy.

Aktuelle Informationen über die (zukünftigen) Veranstaltungen des Künstlerbundes GRAZ finden sich auch auf dessen FB-Seite.

wow! Woven – Einblicke in die Welt des Textilen

Die von Christian Egger kuratierte Ausstellung wow! Woven? – Entering the (sub) Textiles im Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien, beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Facetten der textilen Welt. 

Dass Textilien ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturgeschichte sind, ist bekannt. Dass Textilien keineswegs unpolitisch, nein im Gegenteil sogar, ein politisch aufgeladenes Thema sind, auch. Gerade diese Verschränkung von Stoffen mit den Bedingungen ihrer Herstellung wird in der Ausstellung sichtbar gemacht. Dabei beziehen sich die zeitgenössischen Ausstellungsobjekte nicht nur auf die aktuelle Lage, sondern greifen verschiedene geschichtliche Epochen und deren spezifischen Umgang mit Textilien auf.

So etwa in Judith Raums Disestablish: Diese geht zu den Anfängen der Aufstände gegen schlechte Arbeitsbedingungen in der Textilbranche zurück. Ihr Werk verknüpft sie dazu mit den Ergebnissen der Schriften des italienischen Historikers Rodolico zum Aufstand der Ciompi (Florentiner Textilarbeiter*innen) zu Ende des 14. Jahrhunderts. Bereits um 1378 setzten sich diese für eine Verbesserung ihrer Arbeitsverhältnisse ein, und forderten die Gründung von einer Gewerkschaft, politische Vertretung ein, und einen Schuldenerlass. Künstlerisch setzt sie dies durch die Gestaltung von den Raum ausfüllenden, bedruckten Bannern um. Die aus Seidenstoffen bestehenden Banner wirken jedoch nur mit den entsprechenden Hintergrundinformationen zur Geschichte. Rubén Grilo hingegen beschäftigt sich nicht mit einem punktuellen Ereignis, sondern mit Veränderungen im Lauf der Geschichte: der Bedeutungswandel des Denim-Stoffes, ausgehend von der Industrialisierung, wird von ihm in drei Ausstellungsobjekten veranschaulicht.

Rubén Grilo, High Five Zara composition01.ai (the Poignant), 2014 Lasergewaschenes und -geschnittenes Indigo-Denim auf Aluminiumrahmen, Druckknöpfe, Faden, 135x240 cm, Courtesy Nogueras Blanchard, Barcelona / Madr

Rubén Grilo, High Five Zara composition01.ai (the Poignant), 2014
Lasergewaschenes und -geschnittenes Indigo-Denim auf Aluminiumrahmen, Druckknöpfe, Faden, 135×240 cm, Courtesy Nogueras Blanchard, Barcelona

Einer der Beiträge der Ausstellung, die am stärksten in Erinnerung bleibt, ist das Projekt LOOMSHUTTLES/WARPATHS von Ines Doujak und John Baker. Unter dem Titel Not Dressed for Conquering beschäftigen sie sich mit den Arbeitsbedingungen von Näher*innen in Fabriken, und der Verwobenheit von Bekleidung und Kolonialismus. Das aufwendige Projekt sorgte zuletzt mit einer in Barcelona ausgestellten Skulptur für Aufruhr. Die in Graz ausgestellten Objekte zeigen, wie Stoff bedruckt sein würde, wenn die Produktionsbedingungen auf diesem sichtbar werden, wie etwa den Flammen der Fabriksbrände. In der zusätzlichen Videosequenz (auf englisch) inszenieren Schauspieler*innen die letzten Augenblicke im Leben einer Fabriksarbeiterin. Eine ausführliche Dokumentation des Projektes findet sich auf der Website der Künstlerin.

Auch Sasha Reichenstein setzt sich in ihrer Videoinstallation The Production of Tradition mit Produktionsbedingungen auseinander. Woran denkt man, wenn man „Lederhosen“ hört? Sicher ist, dass einem dabei nicht Sri Lanka in den Sinn kommt – gerade dort, werden diese aber auch produziert. Reichensteins Videosequenzen zeigt die verschiedenen Arbeitsschritte, wobei die Intention, die Differenz zwischen Herstellung und konstruierter ‚Herkunft‘ sichtbar zu machen, gelingt.

Sascha Reichstein, The Production of Tradition, 2009 HD-Videos, Farbe, Ton, 19 Sequenzen, Courtesy die Künstlerin

Sascha Reichstein, The Production of Tradition, 2009
HD-Videos, Farbe, Ton, 19 Sequenzen, Courtesy die Künstlerin

Gerade bei den Werken mit geschichtlichen Bezug sind die Kontextinformationen wichtig, um die Intention zu fassen. Wer sich darüber hinaus mit dem Thema beschäftigen möchte, dem ist die parallel zur Ausstellung stattfindende Veranstaltungsreihe An Art Day’s Night zu empfehlen, in der die Künstler*innen ihre Werke näher vorstellen und*oder mit einer Perfomance unterlegen. Das nächste Künstler*innengespräch findet am Do, 18.06. mit Elisabeth Gschiel statt.


Künstler*innen der Ausstellung:  Anna-Sophie Berger, Heidi Bucher, Merlin Carpenter, Ines Doujak / John Barker, Manfred Erjautz, Rubén Grilo, Sheila Hicks, Ann Cathrin November Høibo, Helena Huneke, Hannah James, Marie Lund, Christian Mayer, Lisa Oppenheim, Judith Raum, Sascha Reichstein, Amanda Ross-Ho, Yorgos Sapountzis, Constanze Schweiger, Johannes Schweiger, Ingrid Wiener.