TANZ NITE am 28.November

Die Tanz Nite der Oper Graz findet alle paar Wochen auf der Studiobühne statt. Sie bietet Tanzbegeisterten und Laien die Möglichkeit, einen Einblick in den Trainingsalltag der Tanzkompanie zu bekommen.
Der Fokus liegt in der aktuellen Spielzeit nicht auf Ballett, sondern auf Improvisation.

Eine gewisse Spontanität wird durch Beteiligung des Publikums erreicht:

Die Tänzer stellen beispielsweise vom Publikum vorgegebene Begriffe dar, oder müssen immer wieder auf neu festgelegte Körperhaltungen zurückkommen.
Auch die beiden Live-Musiker stellen sich einer großen Aufgabe: Sie müssen mit ihren Instrumenten die Bewegungen der Tänzer in Echtzeit spontan musikalisch unterstützen.

Die Studiobühne bietet durch die Nähe zwischen Künstlern und Publikum optimale Bedingungen für lockere und spontane Aktionen. Auch die professionell-charmante Führung durch das „Programm“ –ergänzt mit Hintergrundinformationen- vom Ballettdirektor selbst, lässt den Abend zu etwas Besonderem werden.

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Tanz Nite – The Last Dance

Perfekt für Freunde des Tanzes und alle, die es noch werden wollen!

Die Tanz Nite der Oper Graz ist eine Serie, die „regelmäßig Tänzer, Tanz und Publikum näher zusammen bringt“(http://www.oper-graz.com/stueck.php?id=11710), so die Beschreibung auf der Homepage der Oper Graz. Die Studiobühne bietet hierfür einen netten kleinen Rahmen, indem man sich als Zuseher den Tänzern besonders nahefühlen und sich von unterschiedlichsten Performances mitreißen lassen kann.

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Laura Fischer (c) Werner Kmetitsch

Die Tanz Nite am 21.05. war allerdings ein ganz besonderer Abend: Der Zusatz The Last Dance zum eigentlichen Titel lässt bereits eine gewisse Abschiedsstimmung vermuten. Da sich nun wieder eine Opernsaison dem Ende neigt, neigt sich auch die Spielzeit einiger Tänzerinnen und Tänzer ihrem Ende. Diese wurden an diesem Abend einzeln vorgestellt, man durfte eine letzte Performance bestaunen, am Schluss wurden sie mit Blumen verabschiedet. Die einzelnen Darbietungen reichten dabei von künstlerischen Tanzvideos über Live-Auftritte der Mitglieder der Tanzkompanie bis hin zur Mitwirkung des Publikums, das sich sein Glas Sekt als Abschluss des Abends aber erst verdienen musste: als amüsante Abrundung des Spektakels gab es noch einen Rumba-Blitz-Kurs, wo es sich nur wenige erlaubten, auf den Stühlen sitzen zu bleiben.

Die einzelnen Performances und Leistungen der Tänzerinnen und Tänzer waren beeindruckend. Doch wer kennt diese besser als der Ballettdirektor Darrel Toulon selbst, der mit viel Witz und Charme durchs Programm führte. Kristina Aleksova und Agnes Girard präsentierten Tanzfilme, Laura Fischer brachte eine Leinwand mit, auf der das gesamte Publikum unterschreiben und ihr somit Glück für ihren weiteren Weg wünschen konnte, der sie aller Voraussicht nach Wien bringen wird. Die übrigen Tänzerinnen und Tänzer, darunter Bostjan Ivanjsic und Albert Garcia, überzeugten mit unglaublicher Körperbeherrschung und eindrucksvollen Bewegungen. Eine Choreographie, in die ein Bilderrahmen mit absoluter Perfektion und unglaublicher Kreativität eingeflochten wurde, ließ im Publikum ganz besondere Gänsehautstimmung aufkommen.

Einen netten Bonus brachte dieser Abend noch zusätzlich, denn die einzelnen Darstellerinnen und Darsteller erhielten auch Umschläge, worin sich Freikarten für weitere Tanzveranstaltungen der Grazer Oper befanden. Mit eher „unfairer“ Aufteilung wurden diese an einige wenige Glückliche des Publikums verschenkt (Worte einer der nicht so Glücklichen…).

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Bostjan Ivanjsic (c) Werner Kmetitsch

Man hat noch über das Jahr 2014 hinaus die Möglichkeit, der Tanz Nite beizuwohnen, die in regelmäßigen Abständen stattfindet. Dieses Erlebnis der besonderen Art sollte man sich nicht entgehen lassen, denn kaum hat man sonst die Möglichkeit, den Tänzerinnen und Tänzern der Tanzkompanie der Grazer Oper so nahe zu kommen und sie nicht nur als Menschen auf der weit entfernten Bühne, sondern auch mal ganz persönlich kennenzulernen.

Nähere Informationen zur Tanzkompanie der Oper Graz: http://www.oper-graz.com/stueck.php?type=tanz

Der aktuelle Spielplan mit allen Veranstaltungen: http://www.oper-graz.com/spielplan.php

„Chat Rooms“ – Tanzexperiment auf der Studiobühne

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(c) Werner Kemtitsch

Im kleinen feinen Rahmen zeigen die Tänzer der Grazer Oper zwei Uraufführungen aus der internationalen Zusammenarbeit mit verschiedenen Choreographen.

Der erste Teil zeigt unter dem Titel Photographs and Souvenirs ein Werk des jungen Briten James Cousins. Jeder Tänzer beginnt für sich allein – sie sind isoliert in Zellen, die zwar durchscheinend, trotzdem aber beengend sind.  Langsam beginnen sie über ihre eigenen vier Wände hinauszuschauen, bauen Spannung zwischen einander auf und reißen schließlich buchstäblich ihr „Gefängnis“ ein. Der Choreograph spielt geschickt mit Solo-, Duo- und Ensembleeinlagen, sodass jeder einzelne aber auch die Beziehung zu den anderen dargestellt wird. Wirken die TänzerInnen manchmal wie Spiegel und Spiegelbild, ist in der nächsten Szene die Individualität der/des einzelnen das Thema. Die Musik ist eindringlich, fast schon beklemmend, lässt das Tanzen dafür aber umso intensiver wirken.

Im zweiten Teil stellen die zwei slowenischen Choreographen Rosana Hribar und Gregor Lustek ihre Ansichten eines „Chat Rooms“ dar. Mit teilweise live gespielter Klaviermusik untermalt beginnt die Geschichte mit einem Mann, der sich in seinen Gedanken verliert. Drei junge Pärchen betreten die Bühne und verwandeln diese in einen Spielplatz für Große. In ihren bunten Kleidern tollen sie fast wie Kinder, marschieren im Entengang und machen Turnübungen an einer Stange. Auch mit einer Art Sprechgesang unterstreichen sie ihr Tun. Mit der immer wieder gestellten Frage „Do you feel it?“, konnte jeder für sich entscheiden, ob er die zu vermittelnde Botschaft verstanden hat.

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(c) Werner Kemtitsch

Die junge Tanzkompanie sprüht vor Energie und Spaß am Tanzen. Mit unglaublicher Leichtigkeit zeigen sie akrobatische Kunststücke und fließende Ästhetik, kompakt und abwechslungsreich in je etwa 45 Minuten. Wer Lust hat, zu erleben, wie ausdrucksstark Tanz sein kann, hat diese Woche noch vier mal die Möglichkeit dazu. Nähere Informationen unter:

http://www.oper-graz.com/stueck.php?id=17798