Die 5 besten Musikvideos zum Thema Wald

Zum Abschluss unseres Themenmonats Wald noch eine subjektive Rangliste der besten Musikvideos rund um die Ansammlung von Bäumen.
(Leider hat VEVO uns einen Strich durch die Rechnung gemacht, weshalb die Einbettung nicht funktioniert)

#5 Tocotronic – Sie Wollen Uns Erzählen

#4 Interpol – C’mere

#3 Get Well Soon – Angry Young Man

#2 Karpatenhund – Wald

#1 Rise Against -Ready to Fall

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Themenmonat Wald: Aus dem Ölbohrloch in das Ölbohrloch!

Ein Gastkommentar von Manuel Weichinger:

Wald ist ja etwas Natürliches. Wald gehört zur Natur. Deswegen hat auch Wald nichts mit Kultur und schon gar nichts mit dem Kultref zu tun. Aber es gibt da auch eine genauere Betrachtung. Wald ist Teil der Kultur des Menschen. Denn in Europa gibt es nur noch 3% der gesamten Fläche intakten Wald, bei einer Fläche von 7% der Landfläche – das heißt, dass der Wald in Europa weitestgehend zerstört ist. Urwald bedeutet, dass sie vom Menschen unberührt gelassen wurde. Europa hat also den meisten Wald „zivilisiert“, „kulturalisiert“ und urbar gemacht wurde. Urwälder gibt es in Europa sogar noch weniger, sie sind nahezu „ausgestorben“. Also ist der Wald ein wichtiger Teil unserer Kultur.
Wir bearbeiten ihn so, dass er uns passt. Wir roden ihn, wir setzen wieder Bäume an. Förster_innen und Jäger_innen schaun drauf, dass es unseren Wald gut geht. Wir gehen drinnen spazieren, Essen Pilze und erfreuen uns über die Tiere, die den Wald beleben. Wenn es natürlich keine Monokultur an Fichten ist – sonst ist der Wald eigentlich eher zu nichts zu gebrauchen, außer, dass es unser CO2 frisst. Aber damit sie als echte Kohlenstoffsenken dienen, müsste man die Bäume in die Löcher werfen, aus denen wir(naja, eher sie) unser Öl und unser Erdgas holen – dann würde sich auch endlich das Klima wider stabilisieren.
Natur und Kultur sind ja zwei Seiten einer Medaille. Der Mensch ist Natur, der Mensch schafft aber auch Kultur. Auch der Wald ist Natur, erzeugt aber auch Kultur mit. Blockhäuser mit Möbeln ohne Holz würden ziemlich holz-los aussehen. Wir lesen unsere Zeitung auf Papier – und Bücher entstehen aus Wald. Sogar Papyrus besteht aus einem Strauch.
Blätterwald, Blätterwald, dank deiner Fülle wird mir nicht mehr kalt. So heizten wir auch mit Holz. Heute zwar meistens mit etwas älterem Holz aus dem Algenwald vom Meer – also mit Erdöl. Alle unseren kulturellen Eigenschaften haben wir dem Wald zu verdanken – denn wo wären wir ohne Kohle und ohne Papier? Genau, wir würden noch immer im Wald leben. Deswegen ist der Monat des Waldes ein wichtiger Baustein eines Bewusstseinsbildungsprozesses. Wald – da kommen wir her, von ihm leben wir.

 

 

Februar ist Themenmonat Wald

Sie gelten als wichtiger Indikator für Lebensqualität – die Grünflächen. Und bei den Grünflächen sticht wiederum der Wald als besonderer Ort, welcher zu Erholung und Revitalisierung dient. Von ihm geht etwas Mystisches, aber gleichzeitig auch etwas Beruhigendes aus. So steckt der Wald voller Gegensätze. Alleine der Unterschied zwischen Zivilisation und Wildnis birgt ein gewisses Potential, welches RTL allerdings schamlos ausnützt um C-Promis werbewirksam zu placen und nebenbei einige Dschungeltiere zu quälen. Davon abgesehen dient er in Filmen als Kulisse für romantische Kuss-Szenen sowie für mörderische Verfolgungsjagden wie in Blair Witch Project. Auch kann er als wichtige Lebensgrundlage gesehen werden, wobei er heutzutage wieder die Hilfe von Fachkräften benötigt, um nicht selbst Opfer verschiedenster Eingriffe, egal ob anthropogen oder natürlich, zu werden. So bildet der Wald einen immer fortgehenden Kreislauf des Werdens und Vergehens. Ein Grund für das Kulturreferat diesen Bereich genauer unter die Lupe zu nehmen.
Rund 60 % der Steiermark ist mit Wald bedeckt, doch anscheinend ist dieses Thema nicht der Rede wert. Die natürliche Umgebung des Menschen wird oft diskutiert, doch diese Diskussion beschäftigt sich wiederum nur mit dem anthropogenen Umfeld. Stadt, Siedlungen, Häuser – Geschäfte, Lokale, Bars. Viel Gesprächsstoff. Millionen Diskussionen drehen sich über die innere und äußere Beschaffenheit dieser. Auf der anderen Seite gibt es nur den Wald – und Punkt. Kein Platz für große Diskussionen.
Um etwas Aufmerksamkeit auf den wichtigen Lebensraum Wald zu werfen, ernannte die UN 2011 zum Jahr der Wälder. Da sie 31 % der gesamten Landfläche bedecken, ist dies auch nachvollziehbar. Wohl die wenigsten Bewohner_innen der westlichen Welt realisieren, dass der Wald direkte Heimat für 300 Millionen Menschen ist, und damit nicht nur Lebensraum für andere Geschöpfe ist. Lebensgrundlage bietet er sogar für mehr als 1,6 Milliarden Menschen. Tatsächlich sollte wieder mehr Bewusstsein für diese Gebiete geschaffen werden, weshalb das Kultur Referat der ÖH Uni Graz den Monat Februar zum Themenmonat Wald ernennt.
Doch das Kulturreferat wäre nicht das Kulturreferat, wenn es dieses Thema auf eine gewöhnlich, sachliche Art behandeln würde. Nein, vielmehr geht es um all das Drumherum und den Einfluss auf das menschliche Sein. So werden im Februar Artikel über sämtliche Visualisierungen und Auftritte des Waldes in unserer postmodernen Gesellschaft aufgezeigt. Und diese schlagen sich in allen Bereichen der (Pop-)Kultur nieder. Die Bandbreite unserer Artikel geht von Filmen wie Forrest Gump, über Musik (Millencolin – Kingwood) bis hin zu Personen wie Woody Allen. Man kann also auf einige unkonventionelle Beträge rund um den Bereich der angehäuften Bäume gespannt sein. Wir würden uns auch über Gastkommentare von Leser_innen unseres Blog bzw. der Libelle freuen. Bei Interesse einfach eine Mail an kultur@oeh.uni-graz.at.